Erstmalig ein Ganglabor im Klinikum Stuttgart dank der Olgäle-Stiftung

In der Kinderorthopädie und im Sozialpädiatrischen Zentrum des Olgahospitals werden sehr viele Kinder mit angeborenen oder erworbenen Gangstörungen behandelt. Oftmals kann nur eine gezielte Operation den Kindern helfen, wieder besser gehen zu lernen, was die Lebensqualität wesentlich erhöht.





Gleichzeitig beugt man mit der Operation vor, dass spätere Gelenkarthrosen entstehen. Zur genaueren Therapieplanung gibt es heute bei Kindern die Möglichkeit, eine computergestützte dreidimensionale Gang- und Bewegungsanalyse durchzuführen, jedoch bislang noch nicht im Olgahospital.
Da diese Untersuchung eine deutlich verbesserte operative und physiotherapeutische Versorgung ermöglicht, hat sich die Olgäle-Stiftung für das kranke Kind e.V., aufgrund der langjährigen dringenden Bitten der Chefärzte der beiden Kliniken, Prof. Dr. Thomas Wirth und Dr. Andreas Oberle und ihrer Mitarbeiter, entschlossen, dieses teure Analysesystem, das sog. Ganglabor, anzuschaffen. Die Stiftung muss für dieses große Projekt über 250.000.- €  aufbringen, da diese Summe im Budget des Klinikums nicht vorhanden ist. Der Geschäftsführer des Klinikums Dr. Ralf-Michael Schmitz sprach der Olgäle-Stiftung  sowie den anwesenden Spendern seinen Dank aus und unterstrich in seinem Grußwort, dass ohne die großzügige Unterstützung und das große Engagement der Olgäle-Stiftung diese Anschaffung nicht möglich gewesen wäre. Der für Krankenhäuser zuständige Bürgermeister Werner Wölfle dankte der Stiftung ebenfalls für die weitere Investition in die medizinische Ausstattung des Olgahospitals, die im kommenden Oktober in den Neubau auf dem Gelände des Katharinenhospitals mit umziehen wird.

Nach der Mitgliederversammlung der Stiftung im Mai 2012 wurde begonnen das gemeinsame Projekt der Orthopädischen Klinik und des Sozialpädiatrischen Zentrums im Olgahospital vollends umzusetzen. Unter der Leitung des Oberarztes der Orthopädischen Klinik, Dr. Michael Wachowsky, der Biomechanik-Ingenieurin Sonia D`Souza und der Physiotherapeutin Katharina Nirmaier kann nun im Ganglabor mit 13 Qualisys-Kameras, zwei Bertec Kraftdruckmessplatten und einer 16 Kanal kabellosen Noraxon Elektromyographie (EMG) die aufwändige dreidimensionale Bewegungsanalyse bei den Kindern durchgeführt werden.

Zuerst erfolgt die körperliche Untersuchung des kleinen Patienten. Anschließend werden kleine Reflektoren (Marker) und Markerplatten mit doppelseitigem Klebeband an dessen Beine, Becken und am Oberkörper angebracht. Die Kameras des Labors können die Position der Marker im Raum erfassen, was der Chefarzt der Orthopädie Prof. Dr. Thomas Wirth anhand eines kleinen Patienten demonstriert. Dessen Daten werden dann gemeinsam vom Ganglabor-Team computergestützt ausgewertet und ein individuelles Therapiekonzept für ihn erstellt. Die Bewegungsanalyse ergänzt die bisherigen Untersuchungen, wie beispielsweise das Röntgen und ermöglicht es, den Bewegungsablauf beim Gehen zu jeder Zeit in allen Einzelheiten zu erfassen. Ein gleichzeitig durchgeführtes EMG bestimmt die Aktivität der Muskulatur.

Die Präsidentin der Olgäle-Stiftung für das kranke Kind e.V. Dr. med. Stefanie Schuster dankte bei der Einweihung den anwesenden Spendern sehr herzlich, die u.a. auf Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke zugunsten der Stiftung verzichtet hatten und freute sich, dass das Olgahospital damit erstmalig ein Ganglabor zur Verfügung habe und dort parallel nun ein Forschungsprojekt mit der Herstellerfirma laufen könne, das das zeitlich sehr  aufwändige Kleben der Marker durch ein markerloses System ersetzen soll. Diese zukünftige  Zeitersparnis würde zu einer leichteren Zusammenarbeit  mit den teilweise geistig behinderten Kindern führen und die Untersuchungsergebnisse verbessern.

Die Olgäle-Stiftung hat es sich seit über 15 Jahren zur Aufgabe gemacht, den Aufenthalt der oft schwerstkranken Kinder im Stuttgarter Olgahospital durch eine kindergerechte Atmosphäre zu erleichtern, die psychosoziale Betreuung der kleinen Patienten und ihrer Eltern zu verbessern, modernstes medizinisches Gerät anzuschaffen und Fortbildung und Forschung zu fördern.
www.olgaele-stiftung.de



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